Proscht Neijohr!
Nicht ganz die sprichwörtlichen fünf vor zwölf war es, als ich mich auf den Weg zum Rheinufer machte. Silvester – zum vierten Mal aus der Domstadt. Und flitzte beim ersten Mal noch eine Rakete dicht an meinem Kopf vorbei, so fing der Mantel nur einmal an zu flattern, als hinter mir eines dieser 99-Schuss-Pakete statt gen Himmel gen Beine der Umstehenden feuerte. Allerbestes Ringe-Feeling-am-Wochenende – erzeugt durch den Sound der unzähligen Martinshörner. Schlangestehen im Regen beim Versuch, gegen 0.30 Uhr in eine Kneipe zu gelangen. Nur gut, dass einige mitdachten und ein Pittermännchen unter den Arm geklemmt anstanden. Einlass. Den bekannten Gesichtern ein frohes Neues Jahr gewünscht. Weiter gezogen. Geschoben. In die bis zum Bersten gefüllte Bahn. Zwei Stationen können nicht so schlimm sein. Waren sie auch nicht. Noch kurz im Kiosk vorbei gesehen. Mit einem Plastikbecher Sekt auf 2007 angestoßen. Eingeladen von ehemaligen Nachbarinnen – hätte man sich damals schon gekannt. Zum Abschluss der Marsellaise gelauscht. Und dann, mit einem guten Gefühl, den Heimweg angetreten. Herzlich Willkommen 2007! Auf dass du mit 2006 Schritt halten kannst, damals, als der einäugige Schornsteinfeger mir Glück brachte…
Am 18. January 2007 um 00:28 Uhr
Habe ich ihm etwa damals das Auge abgerissen? Also aus Versehen, meine ich. Oder ist das nicht das Pflänzchen, das ich beim Darmstädter Marktschreier gerade noch ergattert habe?