Habt ihr euch schon Mal gefragt, …
wer in der Nacht euer am Straßenrand geparktes Auto als Toilette genutzt hat? Nein? Dann solltet ihr es tun. That‘s a fact. Denn auf meinem Nachhauseweg passierte ich ihn. Die Beine gespreizt, den Oberkörper leicht nach vorne geneigt (sich vergewissernd, ob er denn noch da ist), alles fest im Griff. Gegen die Autotüre pullernd stand er da. Großartig. Heroisch. Männlich.
Herzlich willkommen in der Zivilisation! Und wer nun glaubt, das sei ein regionales Problem, dem empfehle ich diesen Eintrag. In Köln werden Wildpinkler mit 35 Euro zur Kasse gebeten. Wenn sie denn erwischt werden. Und, mal ganz im Ernst, was habe ich ahnungsloser Autofahrer davon, wenn ich zur – wortwörtlich – angepissten Autotür greife? Nichts.
Dann setze ich meinen Hintern doch lieber in die des nächtens vollgestrunzten Schalensitze der U-Bahn-Stationen. Da kann ich zumindest behaupten, das geht mir am Arsch vorbei – wortwörtlich, nicht im übertragenen Sinne.
Am 30. August 2007 um 09:47 Uhr
Hola, ja, es gibt schon ein paar Leute, die sich gerne an Ort und Stelle von ihrem Blasendruck befreien. Mein Horror-Erlebnis letztens: Kurz vor Mitternacht mit dem Rad auf dem Heimweg von der Arbeit, zwischen Rudolf- und Zülpicher Platz rollt ein Obdachloser mit Rollstuhl aus seinem Versteck zwischen Blumenrabatten auf den Radweg, stellt sich mir entgegen, holt IHN raus und fängt an, in hohem Bogen nach links und rechts schwenkend sich zu „befreienâ€?. Ich hatte Glück, dass der Fußweg neben dem Radweg sehr breit war.