Job essen Privatleben auf.

roll1.jpgDas wird jedem bekannt sein, der schon länger nichts mehr von mir gehört hat. Dass der Job nun auch die kleinen winzigen Nano-Keime der ums Überleben kämpfenden Pflanze Privatleben platt trampelt, ist neu. War neu. Bis heute Vormittag vor Kurzem (immer diese Entwürfe, die sich im Backend tummeln).

Während die Kollegen einem Puff einen Besuch abstatteten, genauer gesagt dem Besitzer, sammelte ich in der Stadt Schnittbilder. Und kehrte auf dem Weg in ein Fast-Food-Restaurant mit größerer Kaffeeauswahl ein. Na, neu an der Theke, oder? Jedenfalls sehr bemüht, sehr freundlich. Na, mir sollte es Recht sein. Ach, macht doch nix, dass du meine Bestellung falsch aufgenommen hast. Ein Cappuccino, groß, zum Mitnehmen ist auch schon ‘was schwieriger.

Lächeln und Kakaopulver-Herzchen auf der tadellosen Milchschaumkrone machten das wieder wett. Gerade als ich mir dachte, hey, lächel doch zurück – nur so, um in Übung zu bleiben – klingelte das Telefon. Die Kollegin erreichte den Puffbesitzer nicht auf seinem Handy. Mist aber auch. Statt einem Lächeln schenkte ich meinem Gegenüber einen Blick in die Ferne. Denn da sah ich sie noch vor Augen, die Telefonnummer des Puffs, die ich am Abend zuvor wählte.

Tja, und da war‘s auch schon um den Magic Moment geschehen. Die nächste Bestellung wurde bereits aufgenommen. Kein Lächeln meinerseits mehr. Aber, immerhin, eine Telefonnummer bin ich los geworden. Wenn‘s auch nicht meine war und es außer meiner Kollegin niemand interessiert hat. That‘s life.

Ein Einzelfall? Leider nicht. So auch heute. Gestern Abend nett unterhalten, dann mit der Absicht in den Tag gestartet, am Vorabend anzuknüpfen. Ready, steady, go – gone.

Eine Reaktion zu “Job essen Privatleben auf.”

  1. Katha

    So ähnlich ging es mir am Montag auch - eine Viertelstunde Pause, um von einer Arbeit zur anderen zu flitzen - von 9 morgens bis 11 abends durch gearbeitet. Aber irgendwann kommt er, der Moment, in dem einen dieses warme Gefühl durchströmt, dass es schlimmer kommen könnte - hilfreiche Kollegen, zum Schluss das Ergebnis der Arbeit zu sehen und zu wissen, dass es gut geworden ist …

Einen Kommentar schreiben