Auf den Kopf gestellt
Morgens um zwei Uhr in Köln. Ich verlasse gerade die Arbeit – stressige, harte, aber auch erfolgreiche Wochen. Das eine scheint das andere zu bedingen. Und was sehen meine Augen da? Schnee. Okay, den schon den ganzen Tag über in allen möglichen Aggregatszuständen. Mal mehr Graupel, dann Hagel, Regen, Schnee. Whatever. Und sie sehen zwei Jungs, so um die 16 – geschätzt – die einen Schneemann errichten. Ich möchte eure Aufmerksamkeit nochmals auf die Uhrzeit lenken: zwei Uhr am Morgen. So weit, so schön, so gut. Schnell ein paar Erinnerungsfotos gesschossen, Mal mit meinem neuen Handy, Mal mit ihrem. Und dann den Tatsachen ins Auge gesehen. Da ist doch noch etwas.
Richtig, mein Wagen, unter einer Schneedecke. Und das Ende März in der vermeintlich „wärmsten” Stadt Deutschlands. Selbst wenn sich das warm auf etwas anderes beziehen mag, meinen Augen will ich einfach nicht trauen. Muss ich aber. Und nun sollte mir zu Gute kommen, dass ich – vor gut acht Jahren – häufiger einen Eiskratzer nebst Feger benötigte. Also, frischen Mutes auf der Beifahrerseite begonnen, einmal rundherum – und dann hätte ich wieder von vorne anfangen können. Doch bevor ich mir das Vergnügen ein zweites Mal geben wollte, dachte ich bei mir, hey, wie wäre es mit einem Test, ob der Wagen überhaupt anspringt?

Tat er. Respekt.
Am 3. April 2008 um 12:02 Uhr
Kein Wunder, dass der Frühling so zögerlich ist, wenn du den Winter hier so lange huldigst! Zeit für FRÜHLINGSGEFÜHLE!
Am 15. April 2008 um 01:05 Uhr
Habe die Frühlingsgefühle übersprungen und bin, in Flipflops unter meiner Palme liegend, zum Summerfeeling übergegangen. Allerdings nur für einen Nachmittag, selbst mir ist es noch zu kühl. Das Gute daran, der letzte April war wunderbar, der Mai ein Desaster. Dieses Mal sieht es nach umgekehrten Verhältnissen aus…