Tja.

Seit Wochen schon habe ich einen Rhythmus, der mich nicht vor Mitternacht zur Ruhe kommen, geschweige denn einschlafen lässt. Gestern also gezielt darauf hin gearbeitet, noch vor 24 Uhr die Augen zu schließen und geschlossen zu lassen. Zwanzig Minuten, eine gefühlte Stunde, gelang mir das auch. Ich war weg, so richtig schön tief weg. Gut, einen kleinen Makel gab‘s. Beharrte ich im Traum doch auf Action. Tatütata. Anschwellendes Tatütata. Das Anwerfen und Brummen schwerer Maschinen. Das metallene Klappern eines Schlauches, der ausgeworfen und -gerollt wird. Menschen, die sich unterhalten. Verdammt viel realistische Action kam es mir dann langsam durch die Schleier des frischen Tiefschlafes in den Sinn.

Ein Auge widerwillig geöffnet. Zur Decke geblinzelt. Schatten und blaue Lichtreflexe. Zack war ich auf den Beinen, blickte auf die gesperrte Straße hinab und zählte zwei Löschzüge, einen Drehleiterwagen, einen Krankenwagen und zwei Polizeifahrzeuge. Den besagten ausgerollten Schlauch. Nebst der ausfahrbaren Stützen am Drehleiterwagen.

Falscher Alarm, wie sich heraus stellen sollte. Tja, dann vielleicht heute Abend Mal vor Mitternacht einschlafen.

Der letzte Einsatz dieser Dimension ist gar nicht so lange her. Kein halbes Jahr würde ich behaupten. Es war zur Zeit der Adventsgestecke. Ich döste vor mich hin, erwachte durch was auch immer und das erste was ich sah war Feuer. Gegenüber. Auf dem Dach. Nicht aus dem Dach. Dort flackerte ein Zweig vor sich hin. Ein größer geratener Zweig. Und schon fuhren die Einsatzfahrzeuge vor. Drehleiter raus und rauf. Gelöscht wurde dann doch mittels Wasser aus der Schüssel. Hätte man leichter haben können. Und ich vermute Mal: billiger.

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